25. September bis 1. November 2026
Zur eigenen Sache machen
Landschaften: Wahrnehmung & Wandel

Solarpark – Solarkraftwerk und Photovoltaikanlage in Neuhardenberg©euroluftbild.de/Robert Grahn
Mit Arbeiten von Swen Bernitz, Robert Grahn, Lorenz Kienzle, Volkmar Köhler, Manfred Neumann, Richard Peter, Heike Zappe
Künstlerische Positionen bei der Darstellung von Landschaft schaffen Sichtweisen, die die in Szene gesetzte Kulturlandschaft/Landschaft/Natur in ihrer jeweils spezifischen Lesart zeigt und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Erwartungshaltung auffordert und bestenfalls provoziert. Die in Bildern, Texten, Tabellen, Übersichten erfasste und dokumentierte Landschaft hingegen konstruiert eine scheinbar nicht hinterfragbare Realität.
An dieser Schnittstelle zwischen der dokumentarischen und der eher künstlerischen Erfassung sucht die Ausstellung soziologisch-historische und planerischen Zugänge von Landschaft. Der Schweizer Soziologe und Spaziergangswissenschaftler Lucius Burckhardt war Zeit seines Lebens auf der Suche, nach dem „Dazwischen“. In seinen Aufsätzen taucht immer wieder die Forderung nach einer zusammenhängenden Wahrnehmung und Interpretation unserer Umwelt und ihrer Geschichte auf. Seine Kritik setzt an den Stellen ein, wo Zusammenhänge in Wissenschaft und Praxis gekappt werden.
Die Überlegungen von Lucius Burckhardt, ergänzt um sehr unterschiedliche literarische, historische und philosophische Textfragmente bilden das Gerüst für die Verbindung der oben kurz skizzierten Ansätze. Die Textauszüge sollen die gezeigten Bilder um diese theoretische, aber sehr lebensnahe Ebene weiten.
Alle gezeigten Bilder zeigen Landschaft nicht im herkömmlichen, klassischen Sinne. Verbindend in der Darstellung sind Brüche, Eingriffe, Veränderungen bis zur Zerstörung. Sei es durch Agrarindustrie und deren Folgen, Kriege, demografischen Wandel, Globalisierung, Technisierung, veränderte Stadt-Land-Beziehungen… Dabei geht es letztlich auch um die individuelle Aneignung von Landschaft, um Identitäten und den Austausch darüber im Sozialen und politischen Praktiken. Also verkürzt gesagt, darum, Landschaft wahrzunehmen und zur eigenen Sache zu machen.
Mit freundlicher Unterstützung der Lucius und Annemarie Burckhardt Stiftung, Basel.
Vernissage am 25. September 2026, 19 Uhr
Öffnungszeiten:
Montag, Donnerstag und Freitag 10-16 Uhr
Dienstag 13-18 Uhr
Während der Mittagspause
zwischen 12.30 bis 13 Uhr
ist die Kirche geschlossen.
Sonntag 13-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Eintritt frei